Merkmale, Nachwuchs, Arten, Pflege von Alpacas

Nachwuchs, Fohlen (Crias) von Alpacas


Die Tragzeit beträgt 240 bis 345 Tage, danach bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier – in Südamerika „Cria“ genannt – zur Welt. Neugeborene wiegen ca. 8 kg. Kurze Zeit nach der Geburt läuft das neugeborene Fohlen bereits und säugt bei der Mutter (rund sechs bis acht Monate).
Die Geburt findet bei Tageslicht, meistens am Vormittag im Schutz der Herde statt, damit das Fohlen von der Sonne gewärmt und getrocknet wird. Nach etwa 2-3 Wochen ist die Stute wieder bereit aufzunehmen und lässt so den Hengst wieder gewähren, was das ganze Jahr über möglich ist.

Fohlen der Alpacas nennt man in ihrem Heimatland Crias, die Stuten Hembras und die Hengste Machos. Und so benehmen sich die “Macho - Hengste“ auch dann und wann. Diese Begriffe stammen aus der spanischen Sprache.

Nach ca. 12-24 Monate erreichen sie die Geschlechtsreife. Die Aufzuchtrate in unseren Breiten liegt bei ca. 90%. In den Ursprungsländern Südamerikas nur um 33%.

Fohlen werden niemals handzahm gemacht werden, da das Risiko einer Fehlprägung zu hoch ist. Fehlgeprägte Tiere "halten den Menschen für ein Alpaca/Lama" und werden ihn folglich behandeln wie einen Artgenossen, also anspucken, anrempeln, anspringen, anknabbern usw.


Merkmale der Alpacas und Lamas

 

  • 20 bis 25 Jahre
  • Stockmaß (Schulterhöhe) der Alpacas ist bis zu 80-100 cm bzw. bis zu 110-130 cm bei den Lamas.
  • Körpergewicht: bis zu 80 kg (Alpacas) und bis zu 150 kg (Lamas).
  • Hauptnahrungsmittel ist zwar das Gras, als Wiederkäuer brauchen sie jedoch zusätzlich Raufaser wie Heu, Rinde oder Äste (im Winter ausschließlich Heu)
  • Wiederkäuer (3-teiliger Magen) und ausgezeichnetete Futterverwerter. Das zeigt sich auch in der Qualität des Dungs (-> Alpaca-Gold).
  • Woll-Lieferant: ø 3 bis 5 kg Wolle liefert ein Alpaca pro Jahr. (Lamas werden nur alle 2 Jahre geschoren)
  • Schwielensohler
  • langer, dünner Hals
  • langestreckte, dünne Beine
  • kleiner dreieckiger Kopf



Alpaca-Arten


Es gibt zwei Alpacatypen, das Huacaya und das Suri. Sie unterscheiden sich in der Struktur ihrer Faser: Das Huacaya-Alpaca hat eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser (Crimp) und einige Grannenhaare (Deckhaare), die möglichst fein sein sollten. Das Suri-Alpaca hingegen hat keine Kräuselung (Crimp) in der Faser, das Haar bildet gelockte, gerade Strähnen, die am Tier herabhängen. Dadurch wirken Suris oft schmaler als Huacayas.


Pflege von Alpacas


Außer dem Scheren, Impfen, Entwurmen und Zehennägel schneiden ist kein besonderer Pflegeaufwand erforderlich. Durch ihre kleine und überschaubare Größe sind Alpacas einfach unter Kontrolle zu halten.